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Lerpa [Lerpa]

Der Weiler Lerpa bekommt seinen Namen vom Gewässernamen Lerch Poch, d.h. Bach der Lärchen. Dieser Wildbach entspringt am Fuße des Südhangs des Eisenbergs und durchquert den Weiler. Unter den Weilern von Sappada entstand dieser als letzter um 1920 am westlichen Ende der Ortschaft, wo 1815 die dem Hl. Johannes den Täufer geweihte Kapelle (ab 1954 Maria Hilf) errichtet wurde. Die Entwicklung des Weilers hat seinen etzten Impuls 1983 mit dem Bau des für den Tourismus bestimmten "Borgo al Sole" genannten Wohnhäuserkomplex erfahren.

In Anbetracht seiner jüngsten Entwicklung gibt es wenige und im traditionellen Wohnungsbau praktisch keine Bauten, die nennenswert sind: Eine Ausnahme bildet das Casa Peratoner des 19. Jahrhunderts, vormals Casa Plotta-Pèater, das im gleichnamigen Weiler Plotta liegt. Dieser gehörte einst zum Dorf Granvilla und war mit diesem direkt durch einen Weg verbunden. Die Heuställe stammen alle aus dem 20. Jahrhundert und deren Bauart ist unter die zweite und dritte Bauweise einzuordnen. Zahlreich sind hingegen die kirchlichen und kulturellen Bauten, die eine kleine Kapelle, zwei kleine Nischenkapellen und drei Kruzifixe umfassen.

Von Bedeutung sind hingegen die am Hang (Ob(e)r Lerpa) über der kleinen Nischenkapelle von Lerpa (Klàne Lerpamaindl) vorhandenen aus Steinen gebildeten Kreise, die, wenn auch schwerlich zu deuten, mit Sicherheit aus der Frühzeit stammen und auf die Zeit der ersten Siedlungen oder sogar auf die Besiedlung des Tals zurückgehen könnten. Im mehr westlich gelegenen Waldgebiet sind ein Dutzend mit kleinen Trockenmauern abgegrenzte Gruben erhalten, die wegen der vorhandenen Kalkspuren als Überreste von Öfen erkenntlich, jedoch wegen ihrer Lage schwerlich zu deuten sind.