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Soravia [Begar]

Der Weiler Soravia wird an westlicher Seite vom Weiler Kratten durch das gleichnamige Bachbett getrennt. Er liegt am Rande eines Wiesenabhangs, an der Nordseite des Tales.

Der alte Dorfkern liegt in 1245 m Höhe. Der Weiler Soravia weist im Gegensatz zu allen anderen Weilern von Sappada durch größere Hausabstände eine offenere Struktur auf. Die Verlängerung der Straße, die sacht ansteigend nach Ecche hinaufführt, wird nach dem abgrenzenden Straßenzaun Zàine genannt.

In der Mitte der Siedlung befindet sich die kleine, dem Hl. Joseph geweihte Kapelle, genannt Bégarmaindl, die 1891 auf Initiative der Familien des Weilers errichtet wurde. Daneben vervollständigt ein Brunnen und ein Kruzifix diese Dreiergruppe der wesentlichen Bezugspunkte eines Weilers . Ein weiterer Brunnen steht neben dem 1786 erbauten s'Iàcklars-Haus. Sehenswert sind die Häuser aus dem 17. Jahrhundert, wie das s'Mìllian s'Tìtz'n-Haus, das mit einem nachträglich angebauten Wirtschaftsgebäude, und schon früher ausgeführten Seitenflügeln erweitert und bereichert wurde. Weiter das s'Kìtzlars s'Bàrblan-Haus (1668), welches zu einem beachtlichen Teil in Mauerwerk errichtet wurde, und nicht zuletzt das im klassischen Baustil erbaute Ródar-Haus aus dem 18. Jahrhundert. Als weiteres Beispiel eines bäuerlichen Häuserkomplexes erster Bauweise ist der große s'Mìllian s'Stànnilan-Heustall (1778) von Bedeutung.

Am westlichen Rand des Weilers, an der vom Krattenbach gebildeten Geländefurche, ist zwischen 1971 und 1973 nach Plänen des Architekten Luciano Ria aus Udine die Wallfahrtskirche Regina Pacis errichtet worden, um das von den Pladnern am 9. April 1944 im Hinblick auf die Kriegsgefahren ausgesprochene Gelübde einzuhalten. Mit diesem Bau entstand der zweitgrößte Kirchenbau von Sappada.