Lageplan auswählen
 

Ecche [Ecke]

Ecche, dessen Ortsnamen vom Pladnerdialekt (ecke) herrührt und sich ebenfalls auf die Bodenbeschaffenheit bezieht, liegt zwischen den Weilern, die heute noch den größten Abstand voneinander aufweisen. Sein alter Dorfkern befindet sich in sonniger Lage auf einem Hügel der Nordseite des Tales, dicht am kleinen vom Puichebach ausgehöhlten Tal, auf einer durchschnittlichen Höhe von 1275 m, also beachtlich höher als die vorhergehenden Weiler.

In jüngster Zeit erfuhr wuchs der Weiler durch den Bau moderner, vom alten Dorfkern etwas talwärts gelegenen Reihenhäusergruppen.

Die kleine, dem Hl. Antonius von Padua gewidmete Kappelle, Éckarmaindl genannt, wurde 1930 als Ersatz für eine früher bestehende Kapelle erbaut. Diese lag in der Mitte des Weilers, während die kleinere Kapelle der Hl. Notburga (Notpùrgamaindl), 1897 an der alten, ehemals weiter talwärts liegenden Zugangsstraße erbaut wurde. Noch weiter talwärts, neben der neuen Straße, entstand 1927 eine weiterer Nischenkapelle, der Hl. Therese (Teresamaindl) geweiht.

In Anbetracht der Größe des Weilers sind nur wenige, aber wertvolle traditionelle Bauten erhalten, wie zwei Häuser aus dem 18. Jahrhundert: Das in der Nähe des Weilerbrunnens stehende s'Nàntn- Zweifamilienhaus, dessen östlicher Zusammenschluß nachträglich erfolgte, und der beinahe unveränderte klassische Bau des Khàttilan-Hauses. Am östlichen Rand der Siedlung, entlang dem zum Puichebach führenden Abstieg, ist ein Prèchllòch zu sehen, eine alte, für das Einwachen des Flachses bestimmte Mauergrube.