Granvilla [Dorf]

Gruòssekirche

[Pfarrkirche St. Margherita]

Weiler Granvilla - historischer Dorfkern

Bauartkategorie C.1

Datierung: 1777-1779

Katalog 2.01

Die Kirche St. Margherita, die zum ersten Mal 1327 in einer Schenkungsurkunde erwähnt wird ("Santa Margarita de Longaplave"), wurde 1666 vergrößert und von 1777 bis 1779 vom Architekten Mistro Tommaso da Lienz wieder aufgebaut. Am 14. Juni 1790 wurde sie vom Erzbischof von Udine, Nicolò Sagredo, feierlich eingeweiht.

Das Gebäude wurde im Stil des Spätbarock errichtet, mit Seitenwänden in zwei Reihen mit vier Rundbogengängen, zwischen deren Pilastern sich die Nischen der Seitenaltare einfügen. Der Kirchturm endet in einem achteckigen Türmchen und ist mit einer Spitze gekrönt.

Das Innere besteht aus einem einzigen Raum, von dem sich im Hintergrund der Chorraum abtrennt.

Abgesehen von den reichen, barockartigen Stuckverzierungen des Ambons und einigen malerischen und bildhauerischen Elementen, stammt der größte Teil der dekorativen Malereien und Bildhauerarbeiten aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhundert, von den Deckenfresken und Wänden des Chorraumes (Francesco Barazzutti da Gemona, 1906-1907, Assunta in Cieli; Kirchenväter; Verherrlichung der Hl. Margherita; Kreuzigung; Evangelisten; Tod des Hl. Joseph; Märtyrertod der Hl. Margherita) bis zum eleganten Hauptaltar (Brüder Cavallini aus Pove (Vicenza), 1915, mit Skulpturen von Arturo Ferraroni aus Cremona) und einigen bis 1950 hinzugefügten Elementen der Seitenaltare (Glasfenster, 1940; Stufen der Seitenaltare, 1943).

Im Hintergrund der Apsis befindet sich die Altartafel von 1802 von Johann Renzler von St. Lorenzen gemalt, die Die Hl. Dreifaltigkeit mit der Jungfrau Maria und der Hl. Margherita darstellt. Das Gemälde der Madonna von Einsiedeln stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jh.. Es wurde von der schweizerischen Benediktinerabtei von Einsiedeln erworben. Bemerkenswert sind die Holzstatuen der Hl. Margherita und Hl. Katharina von Alexandrien an den Enden des ersten Altars auf der linken Seite, diese sind Michael Parth zugeschrieben und um 1540 entstanden.